Zuerst schien der Erfolg weit entfernt, am Ende kam dann alles anders

Am 03. Mai 2018 kam der Tag, auf den unsere FRIES-Azubis bereits seit Beginn des zweiten Lehrjahrs, im Sommer 2017, hingearbeitet haben: Die Teilnahme an der Landesendrunde von Playbizz 2018 in Tannenfelde. Zuvor hatten sich unsere drei Kieler Teilnehmer Marie-Louise Petersen, Jennifer Becker und Finn Kuhr in der Vorrunde als Gruppensieger bereits gegen acht gegnerischen Teams durchgesetzt. Und auch das Team von FRIES Holzsysteme aus Grimmen mit Tobias Gumbrecht, Ole Markert, Lucas Schäwel und Annike von Malten hat sich in der Vorrunde den Gruppensieg geholt. Mit der daraus resultierenden Qualifikation für die Landesrunde stieg aber auch der Leistungsdruck. Schließlich gewannen im Vorjahr die Kieler FRIES-Azubis das Spiel auf Bundesebene. Wie also daran anknüpfen?

Playbizz spielen kurz erklärt

Hinter Playbizz verbirgt sich ein deutschlandweiter Planspielwettbewerb für Auszubildende aller Branchen. Ziel des Spiels ist es ein fiktives Unternehmen möglichst gewinnbringend weiterzuführen. Die Ausgangssituation des Unternehmens ist für alle teilnehmenden Teams gleich. Gegeben sind die wichtigsten Kennzahlen. Pro Spiel werden vier Runden durchlaufen. Jede Runde steht dabei jeweils für ein Wirtschaftsjahr des fiktiven Unternehmens.

Strategieplanung? Fehlanzeige!

Der 03. Mai 2018 war ein sonniger Tag. Nach kurzer Autofahrt kamen unsere Teilnehmer nachmittags am Ort des Geschehens an. Immerhin, die Zimmer waren gemütlich und sauber, mitgereist ist jedoch auch die Aufregung. Hektisch wurden, scheinbar zur Beruhigung, noch einmal die Tabellen aus der Vorrunde analysiert. „Das Gefühl war als würde man unvorbereitet in eine Prüfung gehen.“ So beschrieb es die Kieler Auszubildende Jennifer Becker sehr treffend. Der Reiz des Spiels bestand eben darin, dass die Teams vollkommen unabhängig von den anderen Teams agieren, was intensive Vorbereitung unmöglich machte. Neben FRIES Kiel und FRIES Holzsysteme haben es noch die Azubis der Firma ECOVIS, einer international agierenden Unternehmensberatung, in die Landesrunde geschafft. Nach einem kurzen Kennenlernen ging es dann auch schon mit der ersten Runde los. Aber warum dauert das Eintragen der Zahlen in die Excel-Tabelle nur so lange?

„Man muss die anderen einschätzen können, um die Wirkung der eigenen Maßnahmen kalkulieren zu können“

Diese Erkenntnis half dem Team aus Kiel leider auch nicht viel, haben doch die gegnerischen Teams unerwartet utopische Summen ins Marketing gesteckt, wodurch das eigene fiktive Unternehmen plötzlich rote Zahlen zu schreiben begann. Schon nach den ersten zwei Spielrunden schien die Niederlage unausweichlich bevorzustehen. Trotz allem hatten die Auszubildenden dann noch einen schönen Abend, abseits vom Wettstreit. Das umfangreiche Freizeitangebot mit Tischtennis und Billard bot eine willkommene Ablenkung.

Am Ende gewinnt das Bauchgefühl

Neuer Tag, neues Glück?! Gestärkt ging es am nächsten Morgen nach dem Frühstück auf in die letzten beiden Spielrunden. Die Stimmung? Entspannt! Schließlich war noch alles drin. Am Ende konnte sich unser Team aus Kiel dann den zweiten Platz sichern. Der Pokal ging an die Azubis aus Grimmen. „Wir gönnen den Grimmenern den Erfolg. Es ist toll, dass wir uns über dieses Event persönlich näher kennen lernen konnten.“, erzählt Jennifer Becker. Am Ende wurde aus FRIES gegen FRIES ein Sieg für alle. „Wir haben eine FRIES-Front gebildet und gemeinsam gesiegt!“, berichtet Annike von Malten. Für mich ein tolles Fazit! Zum Schluss wurde noch schnell für ein Facebook-Foto posiert, natürlich mit den FRIES-Kollegen. Dann ging’s zurück in die Heimat.

Autorin: Maike Martensen


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